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FAQ


RAUCHWARNMELDER


Was ist ein Rauchwarnmelder?

Ein Rauchmelder ist ein in sich geschlossenes, elektronisches Gerät, in dem sich ein Rauchdetektor und ein akustischer Signalgeber befinden. Sobald der Detektor Rauch entdeckt, löst er einen lautstarken Alarm aus. Ein Rauchwarnmelder ist ein Frühwarngerät. Im Falle eines Brandes verschafft er wertvolle Zeit zur Flucht.


Was ist der Unterschied zwischen „Rauchmelder“ und „Rauchwarnmelder“?

Der Begriff „Rauchmelder“ steht für die generelle Bezeichnung eines Gerätes, das Rauch erkennt und Personen alarmiert. Um Verwechslungen mit Rauchdetektoren in industriellen Brandmeldeanlagen zu vermeiden, lautet die richtige Bezeichnung für die Geräte zur Verwendung im Privathaushalt „Rauchwarnmelder“.


Welche Arten von Brandwarnmeldern gibt es?

A: Es gibt zwei Arten von Rauchwarnmeldern – Ionisations- und optische Rauchwarnmelder (die auch als photoelektronisch bezeichnet werden). Darüber hinaus werden noch Hitzewarnmelder angeboten, die in Räumen mit erhöhter Dampf- oder Staubentwicklung zum Einsatz kommen, da Rauchwarnmelder hierfür nicht geeignet sind.

Bei einem optischen Rauchwarnmelder wird ein infraroter Lichtstrahl in regelmäßigen Abständen durch die Rauchkammer gesendet. Sammeln sich Rauchpartikel in der Kammer, wird das Licht gestreut und trifft auf einen lichtempfindlichen Empfänger, der den Alarm auslöst. Optische Rauchwarnmelder sind sehr effektiv im Entdecken von Rauchpartikeln, die durch langsam brennende Feuer entstehen; so z.B. bei Wohnungsbränden (schwelende Polstermöbel, PVC-Kabelbrände). Sie reagieren geringfügig weniger empfindlich auf lodernde Feuer. In Deutschland werden fast ausschließlich optische Rauchwarnmelder eingesetzt.

Ionisationsrauchwarnmelder reagieren sehr empfindlich auf kleine Rauchpartikel, die von lodernden, sich schnell entwickelnden Feuern; wie z. B. Fett- oder Flüssigkeitsbränden; erzeugt werden. Aufgrund der Tatsache, dass dieser Rauchwarnmeldertyp radioaktives Material beinhaltet, ist er in Deutschland verboten. In einigen anderen europäischen Ländern werden Ionisationsrauchwarnmelder eingesetzt.

Hitzewarnmelder reagieren ausschließlich auf Hitze, nicht auf Rauch. Sie verfügen über einen schnell ansprechenden Temperaturfühler. Wird der Schwellenwert von 58 Grad Celsius in ihrem Erfassungsbereich erreicht, lösen sie automatisch Alarm aus. Hitzewarnmelder werden empfohlen für Räume, in denen naturgemäß eine hohe Dampf- oder Staubentwicklung besteht, wie z. B. Küchen oder Garagen.


Auf welche Funktionen und Qualitätsmerkmale sollte man bei der Auswahl eines Rauchwarnmelders achten?

10 Jahre Lebensdauer
durch fest eingebaute Lithium-Batterie erspart lästige Batteriewechsel und erhöht die Sicherheit.

Großer Test-/Stummschaltknopf, um die Funktionalität des Gerätes zu überprüfen und mögliche Falschalarme zu stoppen. Der Knopf sollte möglichst groß und ohne Leiter zu erreichen sein (z. B. vom Boden aus mit einem Besenstiel).

Betriebsanzeige z. B. durch rote LED-Leuchte, die regelmäßig anzeigt, dass das Gerät mit ausreichend Energie versorgt wird.

Möglichkeit zur Vernetzung entweder per Kabel oder per Funk, um eine bessere Frühwarnung im gesamten Wohnbereich zu gewährleisten.

Prüfsiegel wie z. B. VdS, die belegen, dass der Rauchwarnmelder der europäischen Gerätenorm DIN EN 14604 entspricht und nach deren strengen Kriterien getestet und zugelassen wurden. Bei Funkvernetzung sollte man außerdem auf die Zertifizierung VdS 3515 achten.


Wie lang ist die Lebensdauer von Rauchwarnmeldern?

Die Lebensdauer eines Rauchwarnmelders beträgt ca. 10 Jahre, danach sollte er ersetzt werden, weil seine Leistungsfähigkeit aufgrund von Staubablagerungen im Inneren der Rauchkammer beeinträchtigt sein könnte.


INSTALLATION

Welche Vorschriften gibt es zur Installation von Rauchwarnmeldern?

In Deutschland sind die Mindestanforderungen für Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung in der Anwendungsnorm DIN 14676 festgelegt. Sie schreibt vor, dass die zu installierenden Geräte entsprechend der europäischen Produktnorm EN 14604 von einer unabhängigen Institution (z. B. VdS) geprüft sein müssen.


Wie viele Rauchwarnmelder sollte ich installieren?

In Bundesländern mit Rauchwarnmelderpflicht richtet sich die Mindestanforderung nach den Vorschriften in der jeweiligen Landesbauordnung.

Generell gilt: Um optimalen Schutz zu gewährleisten, sollte in jedem Zimmer im Haus bzw. in der Wohnung (außer in Küche, Badezimmer und Garage) ein Rauchwarnmelder installiert sein. Idealerweise werden die Geräte miteinander verbunden (siehe auch Funkvernetzung).


Wo müssen die Geräte angebracht werden?

Rauchwarnmelder werden immer an der Zimmerdecke montiert (mindestens 50 cm von Wänden und Elektroinstallationen entfernt, höchstens 6 m Deckenhöhe). Dabei müssen die Anweisungen des Herstellers aus der Montage- und Betriebsanleitung genau beachtet werden.


Warum sollten in Küche, Bad und Garage keine Rauchwarnmelder installiert werden?

In o.g. Räumen herrscht in der Regel eine hohe Dampf- oder Staubentwicklung. Diese Dämpfe bzw. Staubpartikel kann der Rauchwarnmelder eventuell als Rauch interpretieren und somit einen falschen Alarm auslösen. Für diese Bereiche empfiehlt sich der Einsatz von Hitzewarnmeldern.


TEST & WARTUNG



Welche Wartungsarbeiten sind erforderlich?

Rauchwarnmelder sind einfach zu warten. Folgende Hinweise sollten beachtet werden:

Gerätetest:
Grundsätzlich wird empfohlen, Rauchwarnmelder regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit hin zu überprüfen.
 

  • Halten Sie den Testknopf gedrückt, bis der Alarm ausgelöst wird. Die rote LED-Anzeige blinkt sehr schnell, ungefähr zweimal pro Sekunde.
  • Kurz nachdem Sie den Knopf loslassen, verstummt der Alarm wieder.
  • Falls die Melder mittels Kabel vernetzt sind, überprüfen Sie, dass alle Melder Alarm geben.
  • Falls die Geräte über Funkmodule vernetzt sind, halten Sie den Testknopf so lange gedrückt, bis das blaue Licht an der Vorderseite des Melders aufleuchtet und überprüfen Sie, ob alle Melder Alarm geben.

ACHTUNG: Testen Sie Ihr Gerät niemals mit echtem Rauch oder Feuer.

Batteriewechsel:
Wenn Sie einen Rauchwarnmelder mit 9-Volt-Blockbatterie besitzen, muss diese einmal pro Jahr ersetzt werden - spätestens aber dann, wenn der Alarm einmal pro Minute „piepst“ und gleichzeitig die rote LED-Leuchte aufblinkt. Langlebige Rauchwarnmelder mit 10-Jahres-Batterie sind so konstruiert, dass sie im Ganzen ausgetauscht werden. Die Batterie muss also nicht gewechselt werden.

Reinigung und Pflege:
Um die Empfindlichkeit des Melders im Hinblick auf mögliche Rauchentwicklung zu gewährleisten, ist es erforderlich, das Gerät frei von Staub, Schmutz und Spinnweben zu halten.

  • Verwenden Sie einen Pinsel mit weichen Borsten oder den Borstenaufsatz des Staubsaugers, um Staub und Spinnweben von den Seitenschlitzen des Gerätes zu entfernen.
  • Auf keinen Fall darf der Rauchwarnmelder mit Farbe überstrichen werden.
  • Sollte das Gerät in irgendeiner Weise beschädigt worden sein oder nicht mehr richtig funktionieren, muss es ausgetauscht werden.
  • Versuchen Sie niemals, einen Rauchwarnmelder selbst zu öffnen, um ihn von innen zu reinigen. Dies darf nur beim Hersteller erfolgen.

Was ist zu tun, wenn mein Rauchwarnmelder 'piepst'?

Rauchwarnmelder sind so konstruiert, dass sie alle 40 Sekunden einen kurzen Piepton von sich geben, wenn die Batterie ausgetauscht werden muss. Wenn das Gerät also anfängt zu 'piepsen', müssen die Batterien ausgewechselt werden.

Bei funkvernetzten Systemen piepsen auch sämtliche verbundenen Melder alle 4 Stunden einmal, um zu signalisieren, dass bei einem Gerät aus der Meldergruppe die Batterien gewechselt werden müssen.


ALARM & FALSCHALARM

Was ist zu tun, wenn der Rauchwarnmelder Alarm schlägt, aber keinerlei Anzeichen von Feuer erkennbar sind?

  • Auch wenn es bei einem Alarm keine Anzeichen von Rauchentwicklung, Hitze oder Brandgeräuschen gibt, sollte zunächst davon ausgegangen werden, dass es brennt.
  • Überprüfen Sie Ihre Wohnung sorgfältig, ob im Erfassungsbereich des Rauchwarnmelders ein kleines Feuer schwelt.
  • Überprüfen Sie, ob es irgendwo eine Rauch- oder Dampfquelle wie z. B. Kochdämpfe gibt, die durch eine Lüftungsanlage zu dem Rauchwarnmelder gelangt sein könnten.
  • Evakuieren Sie die Wohnung/das Gebäude sofort, wenn Sie eine Feuerquelle entdecken.

Wie gehe ich mit Falschalarm z. B. durch Kochdämpfe um?

  1. Grundsätzlich gilt, dass ein Rauchwarnmelder, der auf Kochdämpfe anspringt, richtig funktioniert und seinen Dienst tut. Trotzdem ist die Alarmierung in diesem Fall natürlich nicht erforderlich, man spricht auch von „unerwünschtem Alarm“ oder „Falschalarm“.
  2. Sollte es zu einem unerwünschten Alarm kommen, drücken Sie den Stummschaltknopf. Der Melder wechselt automatisch in eine geringere Empfindlichkeitsstufe und wird für ca. 10 Minuten stumm geschaltet.
  3. Die rote LED-Anzeige blinkt in diesem Fall alle 10 Sekunden, um anzuzeigen, dass das Gerät stumm geschaltet wurde.
  4. Versuchen Sie, den Rauch aus der Nähe des Melders zu beseitigen, indem Sie ihn z. B. mit einem Handtuch vom Melder wegbewegen oder indem Sie ausreichend Lüften (Querlüftung).
  5. Am Ende der Stummschaltung kehrt der Rauchwarnmelder automatisch in seinen normalen Empfindlichkeitszustand zurück. Falls mehr Zeit benötigt wird, drücken Sie erneut den Stummschaltknopf.

Was sind mögliche Auslöser von unerwünschten Alarmen?

Koch- und Wasserdampf sowie Staubentwicklung können mögliche Ursachen für einen unerwünschten Alarm sein. Sollten beispielsweise aufgrund der Lage oder des Gebrauchs der Küche überproportional viele Alarme ausgelöst werden, montieren Sie das Gerät an einer Stelle, an der es weniger von Kochdünsten und/oder Dampf erreicht werden kann bzw. setzen Sie in der Küche alternativ einen Hitzewarnmelder ein und halten Sie die Küchentür geschlossen.


Kann ein Rauchwarnmelder durch Zigarettenrauch aktiviert werden?

Sofern sich die Intensität des Tabakrauches in einem normalen Rahmen bewegt, kann Zigarettenrauch den Rauchwarnmelder nicht aktivieren, da sich die Rauchpartikel in Größe und Dichte von denen eines Wohnungsbrandes unterscheiden. Man sollte sich also nicht davon abhalten lassen, einen Rauchwarnmelder auch dort zu installieren, wo geraucht wird (ausgenommen Räume mit extrem hoher Rauchdichte). Ganz im Gegenteil: Unfälle im Zusammenhang mit Zigaretten gehören zu den Hauptursachen von Wohnungsbränden mit Todesfolge.