Ein Rauchmelder ist ein in sich geschlossenes, elektronisches Gerät, in dem sich ein Rauchdetektor und ein akustischer Signalgeber befinden. Sobald der Detektor Rauch entdeckt, löst er einen lautstarken Alarm aus. Ein Rauchwarnmelder ist ein Frühwarngerät. Im Falle eines Brandes verschafft er wertvolle Zeit zur Flucht.
Der Begriff „Rauchmelder“ steht für die generelle Bezeichnung eines Gerätes, das Rauch erkennt und Personen alarmiert. Um Verwechslungen mit Rauchdetektoren in industriellen Brandmeldeanlagen zu vermeiden, lautet die richtige Bezeichnung für die Geräte zur Verwendung im Privathaushalt „Rauchwarnmelder“.
A: Es gibt zwei Arten von Rauchwarnmeldern – Ionisations- und optische Rauchwarnmelder (die auch als photoelektronisch bezeichnet werden). Darüber hinaus werden noch Hitzewarnmelder angeboten, die in Räumen mit erhöhter Dampf- oder Staubentwicklung zum Einsatz kommen, da Rauchwarnmelder hierfür nicht geeignet sind.
Bei einem optischen Rauchwarnmelder wird ein infraroter Lichtstrahl in regelmäßigen Abständen durch die Rauchkammer gesendet. Sammeln sich Rauchpartikel in der Kammer, wird das Licht gestreut und trifft auf einen lichtempfindlichen Empfänger, der den Alarm auslöst. Optische Rauchwarnmelder sind sehr effektiv im Entdecken von Rauchpartikeln, die durch langsam brennende Feuer entstehen; so z.B. bei Wohnungsbränden (schwelende Polstermöbel, PVC-Kabelbrände). Sie reagieren geringfügig weniger empfindlich auf lodernde Feuer. In Deutschland werden fast ausschließlich optische Rauchwarnmelder eingesetzt.
Ionisationsrauchwarnmelder reagieren sehr empfindlich auf kleine Rauchpartikel, die von lodernden, sich schnell entwickelnden Feuern; wie z. B. Fett- oder Flüssigkeitsbränden; erzeugt werden. Aufgrund der Tatsache, dass dieser Rauchwarnmeldertyp radioaktives Material beinhaltet, ist er in Deutschland verboten. In einigen anderen europäischen Ländern werden Ionisationsrauchwarnmelder eingesetzt.
Hitzewarnmelder reagieren ausschließlich auf Hitze, nicht auf Rauch. Sie verfügen über einen schnell ansprechenden Temperaturfühler. Wird der Schwellenwert von 58 Grad Celsius in ihrem Erfassungsbereich erreicht, lösen sie automatisch Alarm aus. Hitzewarnmelder werden empfohlen für Räume, in denen naturgemäß eine hohe Dampf- oder Staubentwicklung besteht, wie z. B. Küchen oder Garagen.
10 Jahre Lebensdauer durch fest eingebaute Lithium-Batterie erspart lästige Batteriewechsel und erhöht die Sicherheit.
Großer Test-/Stummschaltknopf, um die Funktionalität des Gerätes zu überprüfen und mögliche Falschalarme zu stoppen. Der Knopf sollte möglichst groß und ohne Leiter zu erreichen sein (z. B. vom Boden aus mit einem Besenstiel).
Betriebsanzeige z. B. durch rote LED-Leuchte, die regelmäßig anzeigt, dass das Gerät mit ausreichend Energie versorgt wird.
Möglichkeit zur Vernetzung entweder per Kabel oder per Funk, um eine bessere Frühwarnung im gesamten Wohnbereich zu gewährleisten.
Prüfsiegel wie z. B. VdS, die belegen, dass der Rauchwarnmelder der europäischen Gerätenorm DIN EN 14604 entspricht und nach deren strengen Kriterien getestet und zugelassen wurden. Bei Funkvernetzung sollte man außerdem auf die Zertifizierung VdS 3515 achten.
Die Lebensdauer eines Rauchwarnmelders beträgt ca. 10 Jahre, danach sollte er ersetzt werden, weil seine Leistungsfähigkeit aufgrund von Staubablagerungen im Inneren der Rauchkammer beeinträchtigt sein könnte.