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Funkvernetzte Rauchmelder verschaffen Zeitvorteil

Einer für alle, alle für einen

Juni 2021

Bei Ausbruch eines Feuers spielt Zeit eine entscheidende Rolle. Innerhalb weniger Minuten nimmt die Sichtweite in brandverrauchten Räumen rapide ab, so dass betroffene Personen schnell die Orientierung im eigenen Haus verlieren können. Je früher man auf einen Wohnungsbrand aufmerksam wird, desto besser. Rauchmelder warnen bereits in der Entstehungsphase durch ein lautes Signal. Doch nicht immer befinden sich die im Haus lebenden Personen in Hörweite der Melder. Funkvernetzte Geräte wie etwa der aktuelle „Stiftung Warentest“-Sieger Ei650RF von Ei Electronics verschaffen einen entscheidenden Vorsprung: Löst ein Melder Alarm aus, aktiviert er sofort auch alle anderen Melder im Haus.

Der Gesetzgeber schreibt in Deutschland die Installation von Rauchmeldern in Schlafräumen, Kinderzimmern und als Rettungsweg dienenden Fluren sowie teilweise auch in weiteren Aufenthaltsräumen vor. Doch gerade in größeren Wohnungen oder mehrgeschossigen Einfamilienhäusern ist es sinnvoll, sich nicht mit der Mindestausstattung zufrieden zu geben, sondern in einen erhöhten Sicherheitsstandard zu investieren.

Bricht in einem Zimmer ein Feuer aus, schlägt der nächstgelegene Rauchmelder Alarm. Allerdings wird das Signal durch eine geschlossene Tür auf die Lautstärke eines leisen Radios reduziert. Die Wahrscheinlichkeit ist also groß, dass der Alarm außerhalb des Zimmers erst mit einiger Verzögerung oder gar nicht wahrgenommen wird – erst recht, wenn man schläft. Nach Angaben von Brandschutzexperten bleiben im Brandfall nur drei Minuten zur Flucht. Dann kann der Rauch in dem als Fluchtweg dienendem Flur oder Treppenhaus bereits so dicht sein, dass die Orientierung schwerfällt oder sogar unmöglich wird. Außerdem droht eine Rauchvergiftung, die im schlimmsten Fall nach wenigen Atemzügen zum Tod führt.

Eine sinnvolle Lösung stellen funkvernetzte Rauchmelder dar. Sie funktionieren nach dem Prinzip ‚Einer für alle, alle für einen‘. Löst ein Gerät Alarm aus, aktiviert es zugleich alle anderen in der Wohnung bzw. im Haus. So gewinnt man wertvolle Zeit, sich und andere Personen zu retten. Gerade in Haushalten mit Kindern oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität kann dieser Zeitvorsprung von entscheidender Bedeutung sein.

Beim Kauf von funkvernetzten Meldern empfiehlt es sich, auf Modelle mit 10-Jahres-Batterie zu setzen. Bei diesen ist die Betriebsbereitschaft über die gesamte Lebensdauer sichergestellt. Die Inbetriebnahme der Geräte ist kinderleicht – ein Schraubenzieher und eine Leiter genügen. Weitere Tipps für die Rauchmelder-Auswahl finden sich auf www.rauchmelder-sind-pflicht.de/produktwissen.

 

Hintergrundinformation Risikogruppe Senioren

Nach Angaben des Forums Brandrauchprävention e.V. gehören Senioren zur Risikogruppe Nummer Eins bei privaten Wohnungsbränden; laut Statistischem Bundesamt sind 61 Prozent der Brandtoten in Deutschland über 60 Jahre alt. Gründe dafür liegen in einer verzögerten Wahrnehmung, längeren Reaktionszeiten sowie eingeschränkter Mobilität.

Vernetzung von Rauchmeldern per Funk

Die Vernetzung von Rauchmeldern per Funk erfolgt in nur wenigen Schritten und ist kinderleicht. Bei den Modellen von Ei Electronics wird zunächst auf der Rückseite der Geräte ein Funkmodul eingesteckt. Im nächsten Schritt hält man beim ersten Gerät die Hauscodierungstaste am Funkmodul gedrückt, bis die blaue LED auf der Vorderseite leuchtet. Die Taste loslassen und den Melder auf die Montageplatte schrauben. Damit ist die Hauscodierung aktiviert und die Funkvernetzung kann beginnen. Es stehen insgesamt 30 Minuten zur Verfügung, um den Vorgang bei allen anderen Meldern zu wiederholen. Innerhalb dieser Zeit erkennen und verbinden sich die Melder automatisch miteinander. Zum Abschluss gilt es zu testen, ob alle Melder funktionieren: Während eine Person die Bedientaste eines Gerätes konstant gedrückt hält und damit den Testalarm auslöst, sollte eine zweite Person Raum für Raum prüfen, ob die anderen Melder ebenfalls einen Warnton abgeben.